Unsere Vereinsgeschichte von 1879 bis heute.

baustelle

 

Nur acht Personen waren es, die sich im Herbst des Jahres 1879 zusammenschlossen und den Musikverein Birkenfeld gründeten.
In der Satzung wurde als Zweck des Vereins die Ausbildung seiner Mitglieder in der Musik und die Pflege der Unterhaltung und Geselligkeit angegeben. Erster Dirigent wurde der Musiklehrer Schultheiß.

Als Übungslokal diente in der ersten Zeit die Wohnung des Dirigenten in der Wasserschieder Straße.

Musikalische Leiter waren die Musiklehrer Denzler, Krummscheid und Heimig sowie Chorführer Heine, sodann August Zwetsch und Steuerkontrolleur Burghardt, gefolgt vom unvergessenen Franz Winter, der dieses Amt 30 Jahre inne hatte (bis 1950). Ihm folgten Artur Löhr (bis 1970), Werner Meißner, Werner Forster (bis 1991), Emil Sirakov (bis 1997) und ab 1998 Carlo Welker.

Vorsitzende waren Karl Fries,  Adolf Herfurth, Carl Roth (bis 1920), Peter Schmidt (bis 1924), August Machwirth (bis 1946), Fritz Petry (bis 1950), Ernst Engel (bis 1956), Artur Löhr (bis 1966), Alfons Mathias (bis1973), Gerd Maul (bis 1976), Karl-Heinz Hase (bis 1984), Wolfgang Thomas (bis 1994), Roland Brenner (bis 1996), Heinz-Otto Ströbel (bis 2008) und ab 2009 Wolfgang Thomas.

1926 trat der Verein dem Verband der Musikvereine der Provinz Birkenfeld und Umgebung bei.
1928
erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Birkenfeld unter der Nummer 14.

Ebenfalls 1928
erwarb sich der Verein ein eigenes Heim in der Achtstraße, später "Musikheim" genannt, das 1979, im 100. Jahr des Vereinsbestehens, leider wieder veräußert werden musste.

1930 stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Vereinsjubiläums,
1954
feierte man das 75-jährige Bestehen und

1979
im großen Rahmen das 100-jährige Jubiläum, verbunden mit dem 42. Kreismusikfest.

Höhepunkt hierbei war zweifellos die Verleihung der "Pro-Musica-Plakette" durch den damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel. Unter der musikalischen Leitung von Werner Forster in den Jahren 1970-1991 nahm der Verein einen ungeahnt großen Aufschwung. Das Orchester wuchs auf ca. 70 Musiker und spielte z.T. sehr anspruchsvolle Literatur.
Nachdem Forster den Dirigentenstab 1991 niedergelegt hatte, erforderten in den folgenden Jahren die zunehmenden Schwierigkeiten hinsichtlich der Besetzung für kurze Zeit die Bildung einer Spielgemeinschaft mit dem MV Sötern.

Mit der Bildung eines fast komplett neuen Vorstandes 1997 unter der Führung des 1. Vorsitzenden H.-O. Ströbel zog der Verein einen Schlussstrich unter die Problematik der vorangegangenen Jahre und startete einen positiven Neubeginn. Erstes sichtbare Zeichen war die Verpflichtung eines neuen Dirigenten ab Januar 1998.

Mit dem 28-jährigen Carlo Welker aus Kastell im benachbarten Saarland verpflichtete der Verein nunmehr einen musikalischen Leiter, der sich neben seinem Dirigentenamt auch intensiv um die Schulung des musikalischen Nachwuchses bemühte.
Unter seiner Leitung unterhält der Verein seither erstmals eine Gruppe für musikalische Früherziehung, in der Kinder bereits ab dem 3. Lebensjahr unterrichtet werden.
In spielerischer Weise werden hier erste musikalische Grundbegriffe vermittelt. Weitere Gruppen folgten, aus denen sich die Schüler für die Ausbildung an den verschiedenen Instrumenten rekrutierten.

1999 konnte bereits eine erfreulich positive Bilanz der Jugendarbeit verzeichnet werden: 40 Schülerinnen und Schüler erhielten eine Ausbildung an den verschiedensten Instrumenten. Neben dem Dirigenten unterrichteten vor allem Lehrer der Kreismusikschule den Nachwuchs. Im August 1999 gründete der Verein zusammen mit dem MV Hoppstädten ein Jugendorchester , in dem Schülerinnen und Schüler beider Vereine das Zusammenspiel erlernen sollen, bevor sie nach einer gewissen Zeit ins große Orchester überwechseln.

Mit der Ausrichtung der Kreismusiktage am 18. und 19. September 1999, die ihm vom Kreismusikverband übertragen wurde, organisierte der MV Birkenfeld eine musikalische Großveranstaltung, bei der sich 20 Musikvereine mit über 500 Musikerinnen und Musikern ein Stelldichein in der Kreisstadt gaben.

Die Arbeit der vergangenen 5 Jahre war geprägt von einem kontinuierlichen Aufbau und einer steten Weiterentwicklung des Orchesters.
Dank der intensiven Jugendarbeit erreichte das Jugendorchester bald eine Spielstärke von 30 Mitgliedern und ein beachtliches musikalisches Niveau, das es in zahlreichen, viel beachteten eigene Auftritten eindrucksvoll demonstrierte, u.a. durch die Teilnahme an einem großen, Deutschlandweit ausgeschriebenen, musikalischen Jugendwettbewerb.

Im Jahre 2003 konnten erstmals 12 junge Musikerinnen und Musiker ins große Orchester übernommen werden, was eine enorme Steigerung der Leistungsfähigkeit bedeutete Gleichzeitig hielten auch selten gespielte Instrumente, wie z.B. Oboe oder Bassklarinette, Einzug ins Orchester.

Der MV Birkenfeld hat 2004, im Jahr seines 125-jährigen Bestehens 50 aktive sowie 150 passive Mitglieder.
Das Repertoire umfasst die gesamte blasmusikalische Bandbreite, von der traditionellen Blasmusik über moderne Unterhaltungsmusik bis hin zu konzertanter, symphonischer Blasmusik der gehobenen Mittelstufe.

Neben zahlreichen Auftritten bei den verschiedensten Veranstaltungen sind als Höhepunkte eines jeden Jahres vor allem das Konzert im Mai sowie das Weihnachtskonzert hervorzuheben, die inzwischen einen festen Platz im kulturellen Leben von Birkenfeld einnehmen.

Nicht unerwähnt bleiben sollen an dieser Stelle die seit vielen Jahren bestehenden, freundschaftlichen Beziehungen zu den Musikfreunden der "Harmonie Concordia" in Birkenfelds niederländischer Partnerstadt Melick.
Zahlreiche Besuche und Gegenbesuche mit hervorragenden musikalischen Darbietungen in beiden Gemeinden, sowohl der beiden großen Orchester als auch der beiden Jugendorchester, demonstrierten in den letzten Jahren eindrucksvoll, dass die beiden Vereine eine der tragenden Säulen dieser Städtepartnerschaft sind.

Die Reihe der Jubiläumsveranstaltungen aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des Musikvereins Birkenfeld wurde am 12. März 2004 eröffnet mit einem hochkarätigen Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps II aus Karlsruhe in der ausverkauften Stadthalle.

Als nächste Veranstaltung folgte am 16. Mai 2004 ein Konzert des großen Orchesters des MV Birkenfeld unter dem Motto: "Einmal um die ganze Welt", ebenfalls in der Stadthalle, bevor das Weihnachtskonzert im Dezember in der ev. Kirche das Jubiläumsjahr beschließt.

 


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