Vereinsnachrichten
Samstag, 27.06.2026

Im schattigen Innenhof des Schlosses Birkenfeld spielte der Musikverein unter der Leitung seines Dirigenten Dirk Ost am letzten Juniwochenende auf. Eingeladen hatte das Orchester zu einer musikalischen Weltreise. Viele verschiedene Fahnen wehten vom Balkon des Schlosses und man konnte schon erahnen, wo die Reise hingehen sollte.
Zum Triumphmarsch „Einzug der Gladiatoren“ betraten die Musikerinnen und Musiker die Bühne. Moderatorin Dagmar Orlian begrüßte das Publikum und bedankte sich sogleich bei Landrat Miroslaw Kowalski und dem Stadtbürgermeister Hans-Peter Lampel für die Unterstützung der Serenade im Vorfeld. Ein ganz großer Dank ging an Rüdiger Korb und die Mitarbeiter des Bauhofes für den Aufbau der Bühne und den Transport der Stühle.
Die Arenen Italiens wurden recht schnell verlassen und das erste Ziel anvisiert. Mit dem Konzertmarsch „Sympatria“ aus der Feder von Thomas Asanger machte das Orchester in Österreich Halt, bevor es mit „The Lord of the Dance“ nach Irland reiste. Aus dem Arrangement von Daniel Heuschen hatte Dirk Ost die Sätze „Nightmare“, „Siúil a Rúin“ und „Victory“ ausgesucht, die das Orchester forderten. Ute Hammes spielte die Solo-Piccoloföte mit virtuoser Leichtigkeit und Sängerin Celin Ost beeindruckte mit ihrer gefühlvollen Darbietung von „Siúil a Rúin“ in gälischer Sprache.
Eine kurze Strecke war nun nur bis zum westlichsten Punkt Schottlands, Ardnamurchan, zurückzulegen. Mit „A Highland Rhapsody“ befand sich das Orchester im schottischen Hochland und damit musikalisch im Land der Marchingbands. Danach folgte die Überquerung des Atlantiks mit der Ankunft im amerikanischen Bundesstaat „Oregon“. Eine aufregende Zugfahrt folgte, bei der Western- und Rockrhythmen das Publikum mitrissen.
Die Stadt, die niemals schläft, durfte bei dem Besuch des nordamerikanischen Kontinents nicht fehlen. Die Metropole New York war das nächste Ziel. Mit dem „New York Medley“ hatte Dirk Ost zwei Hits zusammengefügt. Celin Ost sang „Ich war noch niemals in New York“ und Isabelle Ost spielte den Refrain als Solo auf der Melodica, bevor Frank Sinatras „New York, New York“ erklang.
Im Anschluss lud Dagmar Orlian alle zur „Hydration Break“ ein. Das Orchester wie auch die Zuhörerinnen und Zuhörer hatten sich eine kühle Erfrischung mehr als verdient.
Heiße Rhythmen spielte der Musikverein nach der Pause mit „Holiday in Rio“, bevor die Reise nach Afrika weiterging und „Baba Yetu“ von Christopher Tin erklang. Der Komponist schuf mit diesem Stück eine viel beachtete Fassung des Gebets. Temperamentvoll und zugleich gefühlvoll erklang ein Paso Doble, welches der spanische Komponist Ferrer Ferran nach Consuelo Ciscar benannte, einer Frau, die sich aufopferungsvoll für die Kultur der Region Valencia engagierte.
Das Orchester wechselte nun die Stilrichtung und spielte „God save the Queen“. Die ersten Takte ließen zwar die britische Nationalhymne erklingen, doch Arrangeur Carlos Marques hat hier die Hits „I want to break free“, „We will rock you“ und „Don’t stop me now“ der Rockband „Queen“ verarbeitet. Bei „Don’t stop me now“ begleiteten die Musikerinnen und Musiker die kraftvolle Stimme von Celin Ost und Schlagzeuger Peter Frangart rockte die Bühne mit einem langen Solo, welches das Publikum mit viel Applaus honorierte.

Danach durfte die Sängerin die Bühne nicht verlassen. Sie sang bei dem folgenden Stück „Italo Pop Classics“ alle drei Titel. Es erklangen „Sara perche ti amo“, „Azzurro“ und „Gloria“ und damit hätten man das Publikum nicht besser auf die Ferien und den Urlaub einstimmen können.
Dann kehrte der Musikverein zurück in die traditionelle Blasmusik. Gesungen und gespielt wurde „Dem Land die Tirol die Treue“, das Orchester zeigte an diesem Abend mit großer Spielfreude so viele Stilrichtungen der Musik und vor allem auch wie wandelbar es selbst ist. Zum Abschluss kam Dirigent Dirk Ost im Bademantel zurück auf die Bühne und viele erahnten den Titel der ersten Zugabe schon. Celin Ost sang Udo Jürgens‘ Titel „Griechischer Wein“ und im Anschluss geizte das Orchester auch nicht mit einer zweiten Zugabe und verabschiedete sein Publikum mit einem lauten „Adieu“ am Ende des Marsches „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“ von Robert Stolz.
Damit ging eine schöne lange Reise zu Ende, die die Musikerinnen und Musiker sowie das Publikum miteinander ausklingen ließen. Sie folgten gerne dem Wegweiser in Richtung Bierstand.

Dienstag, 23. Dezember 2025
Feierlich eröffnete der Musikverein Birkenfeld sein traditionelles Weihnachtskonzert am dritten Advent unter der Leitung von Dirigent Dirk Ost mit der Komposition „A Sign for Freedom“. Mit dieser Komposition wollte Thomas Asanger ein musikalisches Zeichen für Frieden und Freiheit setzen. Diese Thematik bestimmte auch den ersten Teil des Konzertprogrammes, so informierte Moderatorin Dagmar Orlian das Publikum nach der Begrüßung in der vollbesetzten evangelischen Kirche.

So folgte mit dem Hauptthema „A Gift of a Thistle“ aus dem Film „Braveheart“ James Horners Hommage an den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace. Die Schönheit und Widerstandsfähigkeit der schottischen Nationalblume, der Distel, verpackte der Komponist dabei in eine getragene, anmutende Melodie.
Dem folgte „Ein bisschen Frieden“. 1984 reiste die damals 17-jährige Schülerin Nicole ins englische Harrogate, um Deutschland beim Grand Prix Eurovision zu vertreten. Mit diesem Lied sprach sie den Menschen aus den Herzen und gewann. Nach über 40 Jahren hat dieses Lied nicht an Aktualität verloren. Das Orchester begleitete Sängerin Celin Ost, die den gesanglichen Part mit Bravour übernahm.
Mozarts „Dona nobis pacem“ war die Grundlage für Ted Huggens‘ „Give us peace“. Als Besonderheit schrieb der Komponist ein Solo für Trompete mit Echo, diese Solostimmen übernahmen Melanie Seibert und Isabelle Ost eindrucksvoll als sie von der Empore spielten.
Als eines der schönsten und bekanntesten geistlichen Lieder kündigte die Moderatorin „Von guten Mächten“ an. Bonhoeffers vertontes Gedicht zeugt von Zuversicht und Hoffnung und auch hier begleitete das Orchester Celin Ost bei diesem besonderen Lied.
Der Titel „Wir ziehen in den Frieden featuring kids on stage“ rundete den ersten Teil des Konzertes ab und war gleichzeitig sein Höhepunkt. Udo Lindenberg schrieb dieses Lied mit Blick auf die vielen Kriege und die Rechte jedes einzelnen Menschen. Die „kids on stage“ des Konzerte waren Enya, Eva, Karla, Greta und Elisa. Sie lasen die Artikel aus dem Grundgesetz und der Menschenrechtserklärung vor und sangen als Chor zusammen mit Celin Ost. Dieser Beitrag wird vielen Konzertbesuchern sicherlich mit Gänsehaut in Erinnerung bleiben.
Danach gehörte die Bühne den Kleinsten des Vereins. Die Kinder der Musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Katja Bock zeigten ihr Können bei dem Lied „Rudolf mit der roten Nase“ und der Klanggeschichte „Der Lebkuchenmann“. Dafür wurden sie mit großem Applaus belohnt.
Im Anschluss ehrte der stellvertretende Präsident des Kreismusikverbandes Heinz Wendel Isabelle Ost (10 Jahre), Britta Dreher (30 Jahre), Melanie Seibert (40 Jahre) und Klaus Lukas (60 Jahre) als aktive Musiker.
Den weihnachtlichen Teil eröffnete dann das Bläserensemble des Vereins mit dem „Andachtsjodler“. Gleich mit zwei Alphörnern (Hans Ströbel und Dirk Ost) spielte die Gruppe das Lied, das in Südtirol fester Bestandteil der Weihnachsandacht ist. Mit Peter Tschaikowskys „Nutcracker Suite“ folgte das nächste Highlight. Mit Leichtigkeit spielte das Orchester die verschiedenen Musikstile und entführte die Zuhörer zum märchenhaften Fest des Nussknackers und des Mädchens Klara.
Dann folgte mit Bryan Adams‘ „Christmas Time“ ein Ohrwurm, der aus den Radioprogrammen der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken ist. Traditionell lud Moderatorin Dagmar Orlian dann das Publikum bei den Weihnachtsliedern „Tochter Zion“ und „Stille Nacht“ zum Mitsingen ein. Davon machte das Publikum auch tatkräftig Gebrauch. Martin Scharnagels „Sweet Bells Fantasy“ als feierliche Fantasie zu „Süßer die Glocken nie klingen“ ergänzte den Reigen der weihnachtlichen Stücke.
Das Publikum dankte am Ende mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Der Musikverein verabschiedete sich mit zwei Zugaben. Noch einmal erklang die fantastische Stimme von Celin Ost bei „All I want for Christmas“ und das Konzert endete obligatorisch mit „Rudolph the red-nosed reindeer“. Nach gut zwei Stunden verließen die Konzertbesucher die evangelische Kirche sichtlich beschwingt und bestens eingestimmt auf das bevorstehende Weihnachtsfest.
- Premiere des Birkenfelder Bierfestes
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- Festliches Programm und Sängerin Celin Ost begeistern das Publikum des Musikvereins Birkenfeld
